
Der Farb-Symphoniker aus Wien
Er war ein Magnet, der alles anzog, was seit der Jahrhundertwende in der europäischen Malerei wuchs und faszinierende Blüten trieb. Von den französischen Fauves bis hin zur Neuen Sachlichkeit, mit betonten Akzenten des Expressionismus, jedoch nicht ideologisch bestimmt, sondern individuell in die Handschrift integriert. In seinen Ölgemälden begegnet man den Charakteristika eines Gaugin ebenso wie einem Lovis Corinth, den niederländischen Malern des "Grossen Lichts" ebenso wie den Kubisten. Doch keinesfalls als Epigonentum, sondern als begeisterter und begeisternder Dialog mit den Stilen und Kollegen, sie anerkennend als künstlerische Gesprächspartner.
Willy Eisenschitz. Geboren 1889 in Wien in wohlhabendem bürgerlichen Haus, gestorben 1974 in Paris. Wohl war er französischer Staatsbürger geworden. Wohl verlebte er den Grossteil seines Lebens in Frankreich, auch in Spanien, in Italien. Die österreichische Kunstszene hat ihn lange vernachlässigt. Aber in der Welle der Neubewertung der mit Österreich in Bezug zu setzenden Kunstszene der Zwischenkriegs- und auch der Nachkriegszeit besinnt man sich immer stärker auch des Österreichers Eisenschitz. Sein Oeuvre wir auch etwas 1100 Gemälde und 500 Arbeiten auf Papier geschätzt, ein Werkkatalog ist in Ausarbeitung.
